Schlösser Burgen & Gärten Fotografie

 

 

Auf unserer Seite Schlösser, Burgen und Gärten zeigen wir neben fotografischen Arbeiten zu Herrnhäusern, Schlössern, Burgen und Schlossgärten auch Bildberichte und Informationen zu den Schlössern.

 

Unser Fotografien zu Schlössern und Gärten zeigen dir sehenswerte Orte, Landschaftsgärten, Herrenhäuser, Schlösser, Schlossgärten und Parks, die zum Verweilen einladen. Die Fotografie zu Schlösser und Gärten zeigt die Kunstfertigkeit und Kreativität vergangener Zeiten.

 

Neben der fotografischen Darstellung der Schlösser und Schlossgärten geben wir noch Kurzinformationen über die Geschichte der Location und auch die Koordinaten für die eigene Reisevorbereitung.

 

Zum Thema Schlösser und Burgen beschäftigen wir uns einerseits mit Schlössern und andererseits mit Burgen. Bei den Schlössern kommen die Baustile der Gotik, der Renaissance und vor allem des Barock und des Spätbarock in der Stilform des Rokoko vor. Als Architekturfotograf stelle ich die Gebäude architektonisch dar, zeige die Baustile und stelle auch einzelne Aspekte der Gebäude fotografisch dar. Vom Schloss werden das Haupthaus, das Corps de Logis, Pavillons und Seitenflügel fotografisch abgebildet und beschrieben.

 

Schlossgärten dienten ihren Besitzern nicht zur Erholung und zum Zeitvertreib sondern waren auch Ausdruck des adeligen Selbstverständnisses. Die Merkmale der Schlossgärten sind eine Regelmäßigkeit der Anlagen, eine gewisse Symmetrie der Wegeführung und auf jeden Fall wird eine Form der Vollkommenheit angestrebt, die außerhalb des Gartens nicht erreicht werden konnte. Jede Stilrichtung schuf ihre eigene Gartenform. Dazu mehr im Themen-Abschnitt Schlossgärten.

 

Die Artikel zu Schlössern und Gärten sind auf den folgenden Seiten untergebracht und werden regelmäßig ergänzt.

 

 

orangerie schlosspark sanssouci
Orangerie Schlosspark Sanssouci
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dresden zwinger schloss sempergalerie
Dresdner Zwinger - Im Hintergrund die Sempergalerie im Stil der Neu-Renaissance


 

Herrenhäuser Schlösser Gärten - Baustile

 

Die Renaissance

 

Die Renaissance ist in jeglicher Hinsicht eine Erneuerung wenn nicht eine Wiedergeburt der Menschen in Europa. Mit der Renaissance endet das Mittelalter und die Neuzeit beginnt. Renaissance steht für den Humanismus, die Reformation und einen vollkommen neuen Baustil. Das Ideal des Neuen Menschen schafft auch ein neues Ideal in der Architektur. 

 

Der Beginn der Renaissance ist in Italien, wo auch die philosophischen Grundlagen für das neue Zeitalter geschaffen wurden. Die Renaissance knüpft an antikes Denken an, speziell an die griechische Philosophie. Im Baustil wird, anfangs nach römischen, dann allerdings nach griechischen und byzantinischen Vorbildern gesucht. Säulenformen, Ornamente und Giebel haben ihre antiken Vorbilder, jedoch kreieren die Baumeister ihre eigenen Raumvorstellungen.

 

Die Hauptmerkmale der Renaissance Baukunst sind der Grundriss und die Fassade. Die Säulenordnung nach antikem Vorbild, Bögen aus Halbkreisen, Gewölbe ohne Rippen. Die Renaissance schafft die Kuppel als architektonische Element (Florentiner Dom). Dazu kommen raumseitig geschlossene Dächer und Decken; Türen mit waagerechten Türstürzen, verputzte oder verkleidete Wände; dazu kommen noch detailreiche Gesimse und Friese. 

 

Die drei Phasen der Renaissance sind die Frührenaissance (1400-1500), die Hochrenaissance (1500-1525) und die Spätrenaissance oder Manierismus (1520-1600)

 

 

Der Barock

 

Der Baustil des Barock ist als Epoche in die Zeit von 1660 bis 1780 einzuordnen. Diese Epoche ist die Phase des Absolutismus und der Barock ist der architektonische Ausdruck der absoluten Macht der Herrscher. 


Plastik und Malerei fügen sich übergangslos in das Bauwerk ein, das barocke Lebensgefühl findet seinen Niederschlag in Religion, Literatur, Möbeln, Kleidung und Haartracht. Wie schon die Renaissance hat der Barock seinen Ursprung in Italien (Rom).

 

Wesentliche Formen des Barock sind die Bevorzugung des Zentralbaus, dynamisch geschwungene Fassaden, vielfache Verwendung geometrischer Grundformen und ihre Durchdringungen (Variationen der Ellipse), Fassadentürme und eine starke Hinwendung zur Dekoration. 

Der Barock wird unterteilt in Frühbarock (1570-1630), Hochbarock (1630-1700) und den Spätbarock (1700-1780).

 

 

Das Rokoko - Der Spätbarock 

 

Das Rokoko fällt in die Zeit zwischen 1735 und 1780. Dabei ist das Rokoko keine eigene Stilrichtung sondern eine Weiterentwicklung des Barock und fällt auch unter die Bezeichnung des Spätbarock und ist schlicht eine Weiterführung des Hochbarock allerdings in eher zierlichen und verspielten Formen.

 

Der Stil des Rokoko / Spätbarock bevorzugt kleinere Schlösser, ist dabei aber schwungvoll und elegant, eine Vorliebe für überschwengliche Verzierungen (z.B. Flechtornamente, Putten, Rocaille). Grundsätzlich ist das Rokoko eine Stilrichtung des Spätbarock und drückt sich in mehr oder weniger in einem überschwenglichen Dekorationsstil aus. 

 

barockgarten grosssedlitz putten
Putten im Barockgarten Großsedlitz

 


 

Schlossgärten

 

Der Renaissancegarten

 

Seine Wurzeln hat der Renaissancegarten in Italien. Der Renaissancegarten ist grundsätzlich ein Kunstwerk und überlässt in seiner Anlage nichts dem Zufall. Als solches ist der Renaissancegarten das äußere Zeichen für den Wohlstand des Gartenbesitzers, der meistens dem Adel entstammte. Der Renaissancegarten wird in Teilbereiche untergliedert und vermittelt dem Betrachter ein Bild der Ordnung und der Ausgewogenheit. Dabei ist der Renaissancegarten nicht das Anhängsel zum Schloß sondern gehört bereits zum Eingang des Schlosses. So wie die Renaissance ein geistiger Aufbruch und Neuanfang war, so ist auch der Renaissancegarten weltoffen und lädt den Besucher zum Verweilen ein.

 

Der Renaissancegarten hat eine sprachraumspezifische Prägung und so unterscheiden sich die Gärten in Italien, in Frankreich und im deutschen Sprachraum voneinander. Trotzdem gibt es im Renaissancegarten Grundelemente die immer wieder vorkommen. Grundsätzlich passt sich der Renaissancegarten der Geländeform an und ist nicht an plane Ebenen gebunden. Die Begrenzungsmauern des mittelalterlichen Gartens blieben erhalten. Dazu gesellt sich dann das gliedernde Element der Achse, die in Form von Alleen, Wegen oder auch Laubengängen daherkommt. Die Gebäude sind gestalterische Elemente des Gartens. Der Renaissancegarten spielt bereits mit geometrischen Formen und verwendet Galerien und Pavillons. Es werden wieder Terrassen in den Gärten errichtet und Wasserspiele dienen nicht nur der Wasserversorgung sondern sind auch gestalterisches Element.

 

Wie aus den Elementen des Renaissancegarten ersichtlich ist, wird der Barockgarten eine Weiterentwicklung sein und keine Neuschöpfung; denn die gestaltenden Elemente bleiben auch in Zukunft erhalten.

 

 

Der Barockgarten

 

Auch der Barockgarten ist ein Kunstwerk für sich und gehört als feste Einheit zum Schloß. Dabei zeugt der Barockgarten nun nicht mehr nur noch vom Wohlstand des Gartenbesitzers, sondern  ist exemplarischer Ausdruck des absoluten Machtanspruchs des Eigentümers. So finden sich die Barockgärten zuallererst an den fürstlichen und königlichen Residenzschlössern. Der Barockgarten schlechthin war dann seinerzeit auch der Garten von Versailles.

 

Im Barockgarten finden wir über das Gelände verteilt Achsen. Es gibt Haupt- und Nebenachsen, die auch gleichzeitig das Wegenetz darstellen. Jeder Garten hat seine Hauptachse. Von dieser zentralen Achsen ausgehend, sollte de Ausblick in die Weite der Landschaft möglich sein. Die barocke Sichtachse leitet den Blick des Betrachters in die Weite und dabei kann das Auge auch über den Park und seine Elemente schweifen. Selbst die einzelnen Elemente des Barockgartens, wie zum Beispiel ein Broderieparterre, sind vollkommen symmetrisch und geordnet.

 

 

Der englische Landschaftsgarten

 

Der Landschaftsgarten als Schlossgarten ist der englische Landschaftsgarten, der die Natur als idealisierte Form der Natur darstellt. Im englischen Landschaftsgarten wird die Vision des Landschaftsgemäldes in einer gestalteten Landschaft umgesetzt, in der der Besucher spazieren gehen kann. Diese Form des Schlossgartens entwickelte sich zuerst im England des 18. Jahrhunderts und verstand sich als bewusste Abkehr von den "aufgeräumten" französischen Gärten. 

 

Dieser Landschaftsgarten enthält auch viele Elemente, allerdings fehlt ihm die Symmetrie des Barockgartens. Der Landschaftsgarten lebt von den Elementen Teich / See, Brücke, Hügel, Tempelanlagen, Wegen und Bänken unter Bäumen. Eine scheinbar unberührte Landschaft verschafft dem Besucher Ruhe und Entspannung.

 

Dabei ist die Landschaft nicht natürlich sondern spiegelt ein Ideal der Unberührtheit wieder. Dennoch fehlt es nicht an Bauwerken. Der Landschaftsgarten hat, verstreut in der Landschaft, malerisch angelegte Pavillons and kleine Tempelgebäude unterschiedlicher Baustile sowie auch Skulpturen. Gemauerte Brücken überqueren natürlich gestaltete Wasserläufe / Flussläufe und geben gleichzeitig den Blick frei auf kleine Seen und Teiche. Ein typischer Aspekt des Landschaftsgartens ist die Abkehr von geraden Linien und Sichtachsen. Der Landschaftsgarten zeichnet sich durch eine geschwungene Wegführung aus.

 

Der Landschaftsgarten lässt den Besucher die Einheit von Mensch und Natur empfinden. Würde die Landschaft sprechen, würden wir sie als Poesie empfinden, und wären wir Maler, dann würden wir Natur so auf die Leinwand bringen. So bewegen wir uns im Landschaftsgarten in einer Symbiose aus erlebter Poesie und einem lebendigen Gemälde, zu dem wir Zutritt haben. 

 


 


Begriffe zum Barockgarten

 

Nachfolgend gibt es einige Begriffe mit Erklärungen zu den einzelnen Elementen der barocken Schloßgärten.

 

Begriffe Erklärung
 Aha Das Aha ist ein Zaun oder auch eine Mauer und bildet die Grenze zwischen Garten und freier Landschaft. Das Aha ist in einem Graben versenkt, wodurch das Gebilde aus der Entfernung für den Betrachter nicht sichtbar ist. Dafür ist aus dem Garten heraus ein Blick auf die freie Landschaft möglich.
Boskett Das Boskett ist ein Niederwaldabschnitt des Gartens, der aus Hecken und geschnittenen Bäumen besteht und die Parterres umsäumt. Im Boskett werden durch sauber getrimmte Hecken die geometrische Räume der Salons und Kabinette gebildet. Im Boskett können als geometrische Räume auch Elemente wie Gänge und Treppen enthalten sein. Das Boskett soll ein Kontrapunkt zu den Gebäuden im Garten sein. 
Kabinett Das Kabinett ist ein kleiner Gartenraum im Boskett, immer als geometrischer Grundriss gebildet.
Boulingrin Boulingrin sind vertiefte  Rasenflächen im Boden, die als reine Schmuckflächen oder auch als Spielflächen, im Garten angelegt wurden. Diese Flächen sind teilweise mit Broderien geschmückt.
Wald Die weitläufigen Waldbereiche der Parks werden über Alleen erreicht, die in den Boskettes ihren Anfang nehmen. Technisch werden die Alleen fächerförmig oder sternförmig angelegt und sind breit genug, um mit Gespannen befahren zu werden. Die Alleen lassen den Blick in die Ferne, zum Horizont schweifen und vermitteln das Gefühl der Weite.
Broderie Broderien bestehen aus Buchsbaumornamenten, die Flächen wurden mit Sand oder Kies bestreut. Für den Betrachter wirken diese Flächen, aus der Entfernung, wie Stickereien.
Rasenparterre Das Rasenparterre ist die einfachste Form eines Parterres und ist schlicht nur eine gepflegte Rasenfläche. Diese Rasenflächen waren anfangs nur für die äußeren Bereiche eines Gartens vorgesehen. Später ersetzten die Rasenparterres die Broderieparterres.
grand parc Der grand parc grenzt an die Bosketts und wird zur Jagd und zur Holzgewinnung genutzt.
Orangerie-Parterre Das Orangerie-Parterre ist die Parterrefläche vor dem Orangeriegebäude und diente meist zur Aufstellung der, in großen Holzbehältnissen gepflanzten, Orangeriebäume. 
Parterre Das Parterre bezeichnet einen Bereich vor Gebäuden, die mit Beeten bepflanzt sind. 
Patte d'oie Das Patte d'oie ist ein dreistrahliges Alleesystem in den Bosketts, das von einem zentralen Punkt aus eingesehen werden konnte.
Treillage Die Treillage bezeichnet Laubengänge und Pavillons, die aus Holzlatten gebaut wurden. 
Hasensprung Der Hasensprung ist vom Aha abgeleitet, nur das der Hasensprung aus zwei, mit wenigen Metern Abstand gebauten, Mauern besteht, die den Garten nach außen begrenzen, von außen aber nicht zu sehen sind. 
Rabatte Rabatten sind längliche Beete, die mit Blumen kunstvoll bepflanzt sind und im Landschaftsgarten für die räumliche Abtrennung zwischen Weg und Rasenfläche verwendet werden. Als Bepflanzung können auch beschnittene Gehölze, Hecken oder Stauden verwendet werden. 
Gänsefuß Der Gänsefuß bezeichnet ein Alleesystem, bei dem sich drei Alleen strahlenförmig auf einem Punkt treffen
Etoile Das Etoile ist mit dem Gänsefuß verwandt und bezeichnet ein Wegesystem bzw. ein System von Alleen, die alle an einem zentralen Punkt zusammenlaufen. Solche Alleesysteme finden sich im Waldbereich der Parks.
Gartenplastik Bei der Gartenplastik handelt es um Plastiken in Form von Skulpturen oder auch nur in Form von Vasen, die zur Ausgestaltung des Gartens verwendet werden. Die Plastiken bzw. Skulpturen können dabei zu einem inhaltlichen Programm gehören, dem die gestalterische Idee des Gartens untergeordnet ist.

 


 

Schlösser Galerie

 

Die Schlössergalerie zeigt die Schlösser, zu denen Fotomaterial und Texte verfügbar sind. Gezeigt wird jeweils ein markantes Bild des Schlosses und unter dem Bild ist ein Link verfügbar, der direkt zu dem Artikel zum Schloss weiterleitet.

 

jagdschloss moritzburg
Jagdschloß Moritzburg
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Schloss Pillnitz Dresden

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Barockgarten Großsedlitz
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Schloß Sanssouci

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Schloß Festetics - Keszthely Ungarn
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Zwinger Dresden

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Wasserschloß Raesfeld
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Wasserburg Vischering

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Schloss Nordkirchen
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Wasserschloss Anholt
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Schloss Neuhaus - Paderborn